Mit Schokolade zum Erfolg

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WAWI-Schokolade AG, Pirmasens

Im Geschäftsjahr 2009/2010 (30.04.2010) verkaufte WAWI weltweit über 14.000 Tonnen Schokolade und Zuckerwaren an den Lebensmittelhandel. Die Steigerung der Tonnage lag bei 4%. Die Mitarbeiterzahl in den acht Fabriken auf vier Kontinenten lag unverändert bei ca. 600.

Beim Industriegeschäft hat WAWI die Mehrheit der Fuchs & Hoffmann GmbH zum 01. Januar 2010 an die Krüger Gruppe abgegeben. Als WAWI Fuchs & Hoffmann 1996 übernahm, fertigte man in Bexbach 6.000 Tonnen Industrieschokolade. Bis heute wurde die Kapazität für flüssige Schokolade und Kakaomasse auf über 40.000 Tonnen ausgebaut. Durch die Übernahme der Mehrheit durch Krüger ist die Basis für weiteres Wachstum und eine erfolgreiche Zukunft von Fuchs & Hoffmann geschaffen. Gleichzeitig hat WAWI mit der Sperrminorität von 25,1% weiterhin unternehmerischen Einfluss und hat sich damit die Versorgung mit bester Schokolade zu guten Konditionen gesichert.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag im laufenden Jahr im Ausbau der Marken „WAWI-Schokoreis“, „Nappo“ und „Moritz“. Hier konnten 10% Umsatzplus generiert werden. Viel Freude bereitet uns die Innovation „WAWI Schoko-Wölkchen“, deren Umsatz verdoppelt wurde. Zuvor wurde dieses superleichte Schokoladenprodukt nur in Südwestdeutschland vermarktet. Nach Ausbau der Kapazitäten können wir jetzt auch national und international die Nachfrage erfüllen. Zur Umsatzsteigerung der Abverkäufe hat WAWI eine werbewirksame Promotion in ausgesuchten Supermärkten und SB-Warenhäusern gestartet. Dort können die Kunden vor Ort sehen wie die lecker-leichten „WAWI Schoko-Wölkchen“ von Hand geschöpft werden.

„Nappo“ und „Moritz“, die in Kempen am Niederrhein gefertigt werden, legten beim Umsatz um 6% zu. Angespornt durch den großen Erfolg der WAWI Schoko-Welt in Pirmasens haben wir im November 2009 auch in Kempen ein Factory-Outlet eröffnet. Auf 1.000 qm präsentiert das „Nappoland“ alles was die Marken „Nappo“ und „Moritz“ zu bieten haben. In der Schauproduktion werden aber auch Schoko-Wölkchen, Pralinen und Hohlfiguren vor den Augen der Besucher gefertigt.

Im Ausland hat WAWI im Dezember eine weitere Fabrik eröffnet. Der Standort befindet sich in Odoreu, Kreis Satu Mare, welcher 15 km von der ungarischen- bzw. 30 km von der ukrainischen Grenze entfernt ist. Die Gesamtinvestitionen für die 2.000 qm große Fabrikhalle, das 20.000 qm Grundstück und den Maschinenpark belaufen sich auf ca. 4 Mio. €. Nachdem Anfang Juni 2009 der Spatenstich erfolgte, ist die Fabrik Mitte November fertiggestellt worden. Bereits dieses Jahr sollen 100 Mitarbeiter beschäftigt und 500 – 1000 Tonnen Schokoladenprodukte produziert werden. Mittelfristig sollen 2000 Tonnen hergestellt werden, eine dafür notwendige Erweiterung der Fabrikhalle wurde von Beginn an in den Planungen berücksichtigt. Die Produktpalette umfasst unter anderem Hohlfiguren, Puffreishappen und Adventskalender. Die Verantwortung für Rumänien liegt bei Richard Müller, dem Sohn von Dr. Walter Müller der das Projekt auch mit aufgebaut hat. Auch unsere Auslandstöchter in Russland, China, Australien und Kanada entwickeln sich weiter erfolgreich und schreiben allesamt schwarze Zahlen.

Weiterhin befinden sich alle Anteile der „WAWI-Familien AG“ bei dem aktiven Vorstand Dr. Walter Müller (51%) und seinem Bruder Jürgen Müller (49%). Das wirtschaftliche Eigenkapital liegt in der konsolidierten Bilanz bei 75%. Es bestehen keinerlei Bankverbindlichkeiten, weder für das Anlagevermögen noch für das Umlaufvermögen.

Auch für die Zukunft ist WAWI verhalten optimistisch und will weiter organisch wachsen. Durch das gute Finanzpolster werden aber auch weitere Beteiligungen oder Übernahmen angestrebt. Einzige Sorge bereiten zur Zeit die enorm gestiegenen Kakaopreise, die vor allem auf Spekulanten in diesem engen Markt zurückzuführen sind. Der Preis von Kakao stieg an der Londoner Börse in den letzten beiden Jahren von 1.500 £ auf über 2.400 £. Sollte diese Hausse weiter bestehen, werden Preiserhöhungen für die Schokoladenprodukte zum Jahresende unumgänglich sein.